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Alexandern im Alltag

Seit einiger Zeit mache ich mir den Spaß und unterhalte meine Nachbarschaft mit Tipps zu Alexandertechnik. Das ist ganz einfach, weil ich sehr dicht an einer S-Bahn-Station wohne (glücklicherweise kaum hörbar!), die quasi der Übergang von einem Teil unseres Ortes zum anderen ist. Ich gehe also los und hänge in der S-Bahn meine Alltags-Tipps auf. Und dann freue ich mich sehr, weil ich immer wieder Menschen dabei beobachten kann, wie sie das Ganze lesen 🙂 Vielleicht mögt Ihr ja auch mitlesen? Dann ist hier mein erster Tipp, er beschäftigt sich mit dem Tragen schwerer Dinge. So sieht es in der Regel aus: Hängende Schultern und Kopf, krummer Rücken, die Last zieht uns aus der Balance. Aber hier kommt Alltags-Tipp Nr. 1 Schwer bepackt nach dem Einkauf? Machen Sie sich das Leben leichter, indem Sie das Gewicht möglichst gleichmäßig verteilen. Optimal ist ein gut sitzender Rucksack oder zwei Einkaufstaschen links und rechts. Achten Sie mal darauf, ob Sie den Griff Ihres Einkaufsbeutels mit allen Fingern tragen. Besonders der kleine Finger ist oft nicht dabei. Gerade der …

Was Radfahren mit Gewohnheiten zu tun hat? Jede Menge...

Nach-Gedacht

Vor einigen Tagen habe ich meinen ersten Alexandertechnik-Kurs für die Volkshochschule gegeben. So ein erstes Mal ist ja immer eine spannende Sache! Es hat aber alles gut geklappt: meine Aufregung hielt sich in Grenzen, der Raum war schön und geeignet, die Teilnehmenden pünktlich und interessiert. Und ich wage jetzt mal die Behauptung, daß wir alle Spaß hatten an dem Abend. Weshalb mich das Ganze dann heute noch beschäftigt? Wegen einer Frage, die ein Teilnehmer gestellt hat. Gewohntes Es ging um das Thema Gewohnheiten, um’s Radfahren, Aufsteigen IMMER von links. Da ich eine große Freundin des Experiments bin, plädierte ich dafür, es doch auch mal von der anderen Seite zu probieren. Und dann kam die Frage: „Warum sollte ich das tun? Ich muß es doch gar nicht von beiden Seiten können!“ Gut, ich hab’s dann auf die Schnelle mit „Spaß haben“ und so begründet, aber das Thema hat mir keine Ruhe gelassen. Oder Neues? Also: warum sollten wir etwas, das wir bereits können, anders machen? Irgendwann bei meinem Nach-Denken darüber ist mir dann u.a. klar geworden, …

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Über- oder unterfordert?

Wenn Sie mal so ganz allgemein über menschliche Körper nachdenken… Welche Teile sind Ihrer Meinung nach oft unterfordert? Falls Sie jetzt spontan „Der Kopf!“ geantwortet haben, würde ich Sie bitten, vielleicht noch mal über meine Frage nachzudenken. Nicht, daß Sie da von sich auf andere schließen 😉 Sie können auch einfach auf das Bild schauen, dann sehen Sie gleich, worauf ich hinaus will. „Oh, die Füße!“sagen Sie nun vermutlich, „Ist da nicht immer von Überlastung die Rede? Von Senk-, Spreiz- und Plattfüßen oder anderen schmerzhaften Dingen?“ Ja… aber lassen Sie uns mal gemeinsam weiter überlegen. Anatomisches So ein Fuß besteht in der Regel aus 26 Knochen und Unmengen an Sehnen und Bändern und Muskeln. Details verrät Ihnen gerne Wikipedia. Es gibt ein Längs- und ein Quergewölbe, Ihre Füße berühren im Idealfall an drei Punkten den Boden: mit dem Ballen unterhalb des großen Zehs, dem gegenüberliegenden Ballen unter dem kleinen Zeh und mit dem Fersenbein. Das ist der kurze, kräftige Knochen hinter Ihrem Sprunggelenk. Noch idealer wäre es, wenn sich Ihr Körpergewicht gleichmäßig auf diesen Punkten …

Alexander….was?

Ratlosigkeit, Schweigen. Oft auch ein neugierig-fragendes „Ach ja, das ist doch…?“. Und eben „Alexander… was?“ So klingen die meisten Reaktionen, wenn ich gefragt werde, was ich denn so beruflich mache. Meine Antwort: Ich bin Lehrerin für Alexandertechnik. Ja, das ist ziemlich exotisch, es gibt nicht so viele von meiner Sorte. Gut, ich versuch’s mal auf die Schnelle. Ich beschäftige mich mit Themen wie Selbst-Gebrauch, Innehalten und Balance, erforsche Qualität in Bewegungsprozessen, denke viel über anatomische Details nach. Sehe ich da immer noch ein ratloses Gesicht bei Ihnen? Zu Recht 🙂 Aber das ist tatsächlich die Krux mit der Alexandertechnik: so ein paar Schlagworte sind nicht wirklich erhellend.  Auch im Gespräch suche ich oft nach passenden Erklärungen. Was mir nicht immer gelingt, häufig löse ich noch mehr Fragezeichen beim Gegenüber aus. Das kann für alle Beteiligten anstrengend sein. So hat mir mal ein Kollege gestanden, daß er auf die Frage nach seinem Beruf auch schon „Tischler“ geantwortet hat. Da wissen dann alle, woran sie sind… Ich für meinen Teil habe beschlossen, daß ich es stattdessen mit …