Uncategorized
Schreibe einen Kommentar

Über- oder unterfordert?

IMG_2591[1]

Wenn Sie mal so ganz allgemein über menschliche Körper nachdenken… Welche Teile sind Ihrer Meinung nach oft unterfordert?

Falls Sie jetzt spontan „Der Kopf!“ geantwortet haben, würde ich Sie bitten, vielleicht noch mal über meine Frage nachzudenken. Nicht, daß Sie da von sich auf andere schließen 😉 Sie können auch einfach auf das Bild schauen, dann sehen Sie gleich, worauf ich hinaus will. „Oh, die Füße!“sagen Sie nun vermutlich, „Ist da nicht immer von Überlastung die Rede? Von Senk-, Spreiz- und Plattfüßen oder anderen schmerzhaften Dingen?“ Ja… aber lassen Sie uns mal gemeinsam weiter überlegen.

Anatomisches

So ein Fuß besteht in der Regel aus 26 Knochen und Unmengen an Sehnen und Bändern und Muskeln. Details verrät Ihnen gerne Wikipedia. Es gibt ein Längs- und ein Quergewölbe, Ihre Füße berühren im Idealfall an drei Punkten den Boden: mit dem Ballen unterhalb des großen Zehs, dem gegenüberliegenden Ballen unter dem kleinen Zeh und mit dem Fersenbein. Das ist der kurze, kräftige Knochen hinter Ihrem Sprunggelenk. Noch idealer wäre es, wenn sich Ihr Körpergewicht gleichmäßig auf diesen Punkten verteilt. Tut es nicht? Nun, dazu gibt es Alexanderlehrerinnen 🙂

Alltag

Okay, drei Punkte. Und wozu all das andere? Na, für Beweglichkeit natürlich! Aber jetzt kommt Ihr Alltag: Sie haben ein Faible für schicke Schuhe. Oft jede Menge Autofahrten oder öffentliche Verkehrsmittel, häufig ein Job am Schreibtisch, ab und zu mal ein paar Wege oder Treppen zu Fuß, alles ist asphaltiert oder betoniert. Gut, Sie machen Sport, allerdings meistens drinnen. Oder doch mal raus, am Wochenende in die Berge. Was tragen Sie da für Schuhe? Ah, die tollen Wanderstiefel mit der festen Sohle und dem schönen hohen Rand, die Ihre Knöchel vor dem Verstauchen schützen. Und nun betrachten Sie die Situation doch bitte noch mal aus dem Blickwinkel Ihrer bewegungshungrigen Füße – ahnen Sie was? Genau, massive UNTERFORDERUNG.

Anders

Was ich Ihnen deswegen an’s Herz legen will: Suchen Sie das Abenteuer im Alltag. Fragen Sie sich, ob die neuen Schuhe Ihren Füßen genug Spielraum lassen. Ist die Sohle so, daß der Untergrund der Straße spürbar wird? Überhaupt, welche Straße? Gibt’s neben der glatten, öden, asphaltierten vielleicht auch einen holprigen Trampelpfad? Den wollten Sie doch bestimmt immer schon mal erkunden! Und braucht es bei jedem Ausflug in die Berge tatsächlich schon die Wanderstiefel? Trauen Sie sich und Ihren Füßen doch mal mehr Beweglichkeit zu und gehen in Turnschuhen los. Sie werden sehen und spüren, wie Ihre Füße wieder zu leben beginnen. Wie die Muskulatur stärker wird, nicht nur in den Füßen. Und wie die Beweglichkeit zunimmt.

Ums kurz zu machen: Beweglichkeit macht Spaß. Ich wünsche Ihnen ganz viel davon 🙂

Ihre Claudia Heinelt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *